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20.01.2018

Meile der Demokratie 2018

Wer sich für Politik, Kultur und wichtige Veranstaltungen in der Landeshauptstadt interessiert, hat es definitiv mitbekommen: letzten Samstag fand die 10. Meile der Demokratie in Magdeburg statt.
Allen Besuchern bleibt das bunte Stadtfest zur Würdigung der Demokratie, Toleranz und der Menschenrechte sicher in lebhafter Erinnerung. An diesem Tag sind Stände verschiedener Organisationen, Schulen und Parteien auf dem Breiten Weg zu finden. Die Teilnehmer präsentieren dabei nicht nur kreative Projekte, so z. B. das Schätzen der Bevölkerungsverteilung auf der Welt im Vergleich zu der unverhältnismäßigen und ungerechten Vermögensverteilung; sie haben auch fleißig Spenden eingesammelt.

Doch wie entstand dieser alljährliche Brauch? Anlass für die Meile der Demokratie ist das Gedenken an die Bombardierung von Magdeburg am 16. Januar 1945, durch welche die Innenstadt nahezu völlig zerstört wurde. Nach der Wende hatten rechtsextreme Gruppierungen damit angefangen, auf verlogene Art und Weise einen sogenannten Trauermarsch abzuhalten; in Wahrheit ging es den Teilnehmern jedoch um Aufmerksamkeit für ihre eigene Sache, Nationalismus und Ressentiments gegen Ausländer. Die Meile der Demokratie setzt ein Zeichen gegen rechte Gruppierungen und rechts Gesinnte und steht für ein friedliches Miteinander - mit Erfolg - der Marsch der Rechten konnte zum zweiten Mal in Folge verhindert werden!
In diesem Jahr rückte jedoch all das eher in den Hintergrund, nachdem bekannt wurde, dass auf der diesjährigen Meile die nicht wenig umstrittene Partei „Alternative für Deutschland“ (AfD) die Möglichkeit erhalten sollte, einen Stand aufzustellen. Diese Meldung sorgte für große Aufregung, die sogar dazu führte, dass einige Organisationen ihre Teilnahme an der Meile absagten.


Unsere Schule gehörte nicht zu diesen Akteuren, wir nahmen auch dieses Jahr wieder an der Veranstaltung teil. Mit bunter Dekoration wie Werken aus der Graffiti-AG und farbigen „Trotzdem"-Schildern, die wir auf der Straße ausgelegt hatten, konnte unser Stand Aufmerksamkeit erregen.
Daneben animierten wir zahlreiche Besucher zum Malen von bunten Figuren. Die Kunstwerke fanden dann einen Platz an unserer riesigen Pinnwand. Außerdem konnte wir viele der Malbücher verkaufen, die von Schülerinnen und Schülern der 12. Klasse nach dem Motto „Mach die Welt zu einem bunteren Ort" gestaltet worden waren.
Die durch den Verkauf gesammelten Beträge kommen dem Bau der neuen Synagoge in Magdeburg sowie dem Erhalt der Stolpersteine zugute.
Eine weitere Aktion unserer Schule, Gedichte von Tucholsky, Brecht und anderen, eindrucksvoll von Fried vorgetragen, sorgten für viel Aufsehen auf der Meile, wurde in der Volksstimme erwähnt und auf Twitter diskutiert. Mehr dazu erfahrt ihr in einem weiteren Eintrag unseres Schulblogs.




Ein großer Dank gilt allen beteiligten Schülern und insbesondere Frau Scheit für die Organisation und Unterstützung.





Beteiligte Schüler: Anna (12.3), Roman (12.3), Zoe (12.3), Fried-Conrad (12.1), Claudia (11.3), Blanka (6.2), Karina (6.1)


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