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#Informatik #Technik
03.06.2026
Robocup 2026 EM: Zwischen Technik-Abenteuer und dem ersten EM-Nervenkitzel
Der Tag begann pünktlich um 07:40 Uhr, als der mobile Weckdienst in Form unserer Lehrkräfte über die Flure schlenderte, um die Smartphones wieder an die Teams zu verteilen.
Um 08:00 Uhr wartete das Frühstück auf uns! Frisches Rührei, Brot, Brötchen, eine reichhaltige Auswahl an Aufschnitt, Aufstrichen, Joghurt, Cornflakes, Obst, Gemüse und vor allem richtig guter Kaffee. Nach dem kulinarischen Fehlstart von gestern Abend genau die richtige Stärkung, um die aufkommende erste Anspannung wegzuessen.
Um 09:00 Uhr machten wir uns wie geplant auf den Weg in Richtung Technisches Museum Wien. Nach einer kurzen Fahrt und einem schönen Spaziergang von der U-Bahn-Station durch den Park erreichten wir um 09:50 Uhr gemeinsam mit hunderten anderen Kindern und Schulklassen das imposante Gebäude.
Das Museum, dessen prachtvoller Hauptbau übrigens ein geschichtsträchtiger Altbau aus der späten Kaiserzeit (eröffnet 1918) ist, überraschte uns von innen mit einer hochmodernen Eingangshalle und schierer Gigantismus-Optik: Riesige Originallokomotiven stehen mitten im Raum, als wären sie bloße Miniaturen, während echte Flugzeuge und Helikopter spektakulär von der Decke hängen.
Besonders beeindruckend für uns: Wir haben absolut gar nichts bezahlt. Kein Cent Eintritt für zehn Kinder und zwei Erwachsene! In Österreich ist der Museumseintritt für Kinder und Jugendliche bis 19 Jahre in den Bundesmuseen komplett kostenlos. Ein starkes Zeichen: Bildung für alle, Bildung ist wichtig. Wir finden das großartig!
Um 11:00 Uhr trommelten wir alle für eine erste kurze Absprache zusammen: Was wurde schon entdeckt? Wie viel Zeit brauchen wir noch? Schnell war klar, dass es in den Ausstellungen zur Geschichte der Technik, Schwerindustrie und Robotik viel zu viel zu sehen gibt. Und fast noch wichtiger: Der Ausflug tat unglaublich gut, um ein bisschen Abstand von dem Druck der kommenden Tage zu gewinnen. Weil es so schön war, hängten wir spontan noch knappe zwei Stunden dran.
Um 13:00 Uhr hieß es Abschied nehmen von der Technikgeschichte, denn das Abenteuer RoboCup-EM rief! Wir reisten zur geschichtsträchtigen Marx Halle. An der Viehmarktgasse trennten sich unsere Wege kurz: Während die Lehrer die offizielle Teamanmeldung und Registrierung übernahmen, flitzten die Kids zurück ins Hotel, um alle notwendigen Materialien zusammenzupacken.
Um 14:30 Uhr trafen sich alle in der Halle wieder. Ab jetzt hieß es für die nächsten 3,5 Stunden: Testen, testen, testen! Dabei gab es direkt ein paar emotionale Höhen und Tiefen sowie echte Hiobsbotschaften:
• Der Modus-Schock: Wir haben an den kommenden zwei Tagen NUR 3 Läufe! Davon wird auch noch das schlechteste Ergebnis gestrichen. Das bedeutet im Klartext: Nur zwei Läufe entscheiden über den EM-Sieg. Es gibt absolut keinen Raum für Fehler – das wird verdammt hart!
• Team Wall-E: Die neu konstruierten Räder erwiesen sich im Praxistest auf den EM-Flächen leider als zu instabil. Das Risiko, sie im Wettkampf einzusetzen, ist zu hoch, weshalb hier kurzfristig umdisponiert werden muss.
• Team MannNMaus (MnM): Hier gibt es extrem gute Nachrichten! Der Code wurde erfolgreich gefixt und ist absolut startbereit. Das Team schafft es nun auch, stabil mit zwei Rechnern gleichzeitig auf den Roboter zuzugreifen. Aktuell werden die letzten Feinspezifikationen aufgespielt.
Um 18:30 Uhr blieb das Team Wall-E noch für letzte Abstimmungen in der Arena, während der Rest der Truppe auf dem Rückweg zum Hotel noch schnell die Vorräte bei Billa und DM auffüllte.
Pünktlich um 19:00 Uhr gab es Abendbrot im Hotel – und dieses Mal wurden wir mehr als entschädigt! Es gab frisches Hähnchengeschnetzeltes mit Pilzen, Reis und Nudeln, dazu knackigen Salat mit hausgemachtem Dressing, frische Brötchen mit Aufschnitt, leckeren Kuchen und eine traditionelle Fritatensuppe mit Backerbsen. Kein Vergleich zu gestern!
Mehr als gesättigt und bester Laune starteten wir in den Abend. Um 21:30 Uhr saßen alle noch gemütlich beisammen, spielten Karten und erzählten von den Eindrücken des Tages, bevor die Teams sich in die nächste intensive Codingeinheit stürzten. Das Ziel ist klar: Morgen früh muss alles so reibungslos bereitstehen, dass wir jede freie Sekunde für Tests in den offiziellen Arenen nutzen können.
Um 22:30 Uhr wurden wie gewohnt die Handys eingesammelt. Während in einem Zimmer um 23:26 Uhr dieser Tagesbericht getippt wird, hört man aus den anderen Zimmern immer noch das leise Klackern der Tastaturen. Hier wird noch fleißig gecodet, ausprobiert und optimiert. Hoffen wir, dass alle vor Mitternacht die Augen zu bekommen – morgen wird es ernst!
Gute Nacht aus Wien!
Stendaler Straße 10, 39106 Magdeburg, 0391/2537945
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