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#Informatik #Technik

05.06.2026

Robocup 2026 EM: Der zweite Wettkampftag

Der heutige Morgen begrüßte uns in Wien mit leichtem Nieselregen – echtes Aprilwetter im Juni. Das hielt uns aber nicht auf: Um 07:30 Uhr wurden alle geweckt. Die ganz Schnellen schnappten sich direkt bewaffnet mit einem Kaffee den besten Logenplatz vor der Tür, um die Baustelle (ohne Bauarbeiter; in Wien ist Brückentag) genaustens zu begutachten und tiefgründig über professionelle Baustellensicherungen zu philosophieren. Abgesehen von ein paar wenigen Nachzüglern saßen dann pünktlich um 08:00 Uhr alle vollzählig am Frühstückstisch, bevor es um 08:30 Uhr wieder in Richtung Marx Halle ging.


Gegen 10:00 Uhr standen auch schon die drittem Läufe für beide Teams auf dem Programm. Danach kehrte erst einmal etwas Ruhe ein – zumindest in der Arena. Hinter den Kulissen wurde nämlich ununterbrochen gearbeitet, da bis um 14:40 Uhr und 17:10 Uhr schließlich die Technical Challenges von den jeweiligen Teams absolviert werden mussten.


Die Team-Ergebnisse: Kampf mit Kabeln, Farben und versetzten Karten


Der Tag hatte es für beide Crews technisch absolut in sich und forderte maximales Improvisationstalent:


• Team Wall-E: Der reguläre Lauf heute startete extrem unglücklich. Durch eine fehlerhafte Bodenfarbenerkennung dachte der Roboter, das rote Feld sei schwarz, und kam einfach nicht vom Startfeld weg. Erst durch den geschickten Einsatz unserer eigenen Schatten konnten wir die Lichtverhältnisse so austricksen, dass er das Feld als blau erkannte und kurz vor Ablauf der Zeit doch noch ins richtige Labyrinth fand – für viele Punkte reichte die Restzeit dann aber leider nicht mehr. Zu allem Überfluss rutschte am Anfang auch noch ein Motorkabel heraus: Wir hatten zwar extra alle Kabel festgeklebt, aber durch die bewegliche Achse stand es zu sehr unter Spannung. Dank einer Sonderregel durften wir es im Lauf wieder einstecken! Das Farbproblem wurde im Anschluss direkt durch ein angepasstes Farbspektrum erfolgreich behoben. Bei der Technical Challenge (Mapping) lief das Fahren und die Opfererkennung an sich super, allerdings gab es nach zwei Feldern einen Scanfehler. Die Folge: Die komplette restliche Map war um ein Feld verschoben, was leider zu spürbarem Punktabzug führte.

• Team MannNMaus (MnM): Der dritte reguläre Lauf am Vormittag lief richtig gut und brachte solide Punkte! Die anschließende Technical Challenge entwickelte sich jedoch zu einem echten Marathon: Ganze 7 Stunden harte Arbeit flossen in die Aufgabe, die am Ende leider trotzdem keine ganz zufriedenstellenden Ergebnisse lieferte. Die Köpfe rauchten gewaltig – ein riesiges Dankeschön geht hier an Jakob, der für alle Pizza organisiert und damit die Lebensgeister der Truppe gerettet hat!


Das Superteam-Dilemma und eine wissenschaftliche Nachtschicht


Um 18:00 Uhr verließen wir die Halle – im Gepäck die Aufgaben für die anstehende „Superteam Challenge“, bei der man mit anderen internationalen Teams kooperieren muss. Das gestaltet sich aktuell für beide Seiten extrem schwierig: Team Wall-E musste das Ganze quasi abbrechen, da die zugewiesenen Partner mit „mBlock“ (einer blockbasierten Programmiersprache) arbeiten, die schlicht keine passenden Blöcke oder guten Erweiterungen für eine kabellose Roboter-zu-Roboter-Kommunikation besitzt. Team MannNMaus wiederum bekam zwar zwei Partnerteams zugewiesen, von denen eines jedoch aktuell noch gar keinen funktionierenden Roboter besitzt und das andere anderweitig komplett verplant ist. Die Koordination verlangt uns also alles ab!


Zurück im Hotel stand dann noch ein Alternativprogramm auf dem Plan: Unser schulisches Geografieprojekt! Das Thema: „Gestalte ein wissenschaftliches Plakat zum Thema Australien“.


Aufgrund der Doppelbelastung aus Coding und Plakatgestaltung wurden die Handys heute erst um 22:25 Uhr eingesammelt. In den Zimmern oben wird auch jetzt noch fleißig weiter am Projekt gearbeitet. Die Kids fallen heute mit Sicherheit absolut erschöpft ins Bett. Hoffen wir, dass die Nacht zur Regeneration reicht – die nächsten zwei Tage (SuperTeam und Abreise) werden noch einmal super anstrengend, aber wir beißen uns durch!


Gute Nacht aus Wien!


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